Mittwoch, 4.12.2019, 19.30 Uhr in der Bibliothek Waldmühle/Soltau:
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100 Jahre Demokratie in Deutschland - mit einigen unangenehmen Unterbrechungen"
Vortrag von Elvin Hülser (Friedensreferent des Antikriegshauses):
Bewährungsprobe für die Demokratie 
Die Demokratie in unserem Land erleben die meisten Menschen seit vielen Jahrzehnten als ein großes Geschenk, eine wunderbare Aufgabe, die uns fordert und der wir uns in unserer Gesellschaft mit Verantwortung stellen. Deutlich ist aber auch, dass die Demokratie in unserem Land, aber auch in unseren Nachbarländern, nie selbstverständlich ist, sondern mitunter massiv bedroht wird durch links-oder rechtsextreme Angriffe.
In den letzten Jahren haben sich die populistischen Stimmen gehäuft, die unserem demokratischen System die Fähigkeit absprechen, auf die drängenden Fragen und Probleme unserer Zeit adäquat antworten zu können. Steht die Demokratie in unserem Land vor einer besonderen Bewährungsprobe? Ist unser System noch stark und beweglich genug, um auf die drängenden Fragen des Klimawandels, der sozialen Gerechtigkeit, der Flüchtlingsfrage, der Digitalisierung ... Antworten zu geben und diese auch umzusetzen? Wie kann Demokratie gesichert werden - durch uns?

AGDF enttäuscht über Friedenskundgebung der EKD-Synode
Enttäuscht hat die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) auf die Kundgebung der EKD-Synode „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ reagiert. Pressemitteilung lesen

Populismus - eine antidemokratische Versuchung

Vortrag und Diskussion mit Elvin Hülser, Referent für Friedensfragen des Antikriegshauses

Freitag, 22. November, 19:30

Populistische Bewegungen und Parteien erhalten in den letzten Jahren enormen Zulauf, sei es in verschiedenen Ländern Europas oder auch in den USA. Während Deutschland lange Zeit immun gegenüber populistischen Strömungen zu sein schien, zeugen die Erfolge der AfD bei Landtagswahlen, der Bundestagswahl und den Wahlen zum Europäischen Parlament, aber auch Phänomene wie die PEGIDA-Bewegung davon, dass insbesondere der Rechtspopulismus auch in Deutschland dabei ist, sich zu etablieren. In Polen und Ungarn machen sich autoritäre Regierungen an den Umbau demokratischer Institutionen und den Abbau liberaler Freiheiten, in vielen anderen Ländern Europas sind rechtspopulistische Parteien und Bewegungen an den Regierungen beteiligt oder zumindest eine einflussreiche politische Größe geworden.

Populistische Akteure nehmen für sich in Anspruch, im Namen des Volkes zu sprechen und zu handeln. Demokratische Aushandlungsprozesse, politische Kompromisse, Toleranz und Schutz von Minderheiten und Individuen im Rahmen eines gewaltenteilig organisierten Rechtsstaats sind in diesem Verständnis letztlich unnötig.
Die Absolutheit der eigenen (Vertretungs-)Ansprüche, die daraus folgende Verachtung für die Regeln und Ausgleichsmechanismen der Demokratie, die Missachtung rechtstaatlicher Prinzipien machen den Populismus zu einer antidemokratischen, autoritären Versuchung in Zeiten, in denen viele Menschen verunsichert sind.

ZUKUNFT SÄEN

WER ERNÄHRT DIE WELT VON MORGEN?

Zeitgleich zu der Afrika-Veranstaltung mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundes-
ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Maria Flachsbarth wurde im Antikriegshaus eine neue Ausstellung präsentiert, die Zusammenhänge zwischen dem Hunger in der Welt, kleinbäuerlicher Landwirtschaft im Globalen Süden und Agrarökologie aufzeigt. Neben der Vorstellung kleinbäuerlicher Lösungsansätze vermittelt die Ausstellung auch konkrete Handlungs­ansätze.

Die Ausstellung erlebt hier ihre Premiere und ist im Antikriegshaus in Sievershausen zu den üblichen Öffnungszeiten dienstags und freitags sowie nach Vereinbarung bis Ende November zu sehen.

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