Offener Dorftreff mit Bücher-Flohmarkt am 18. August

Das Antikriegshaus lädt zum Stöbern und gemütlichen Beisammensein ein

Am kommenden Samstag, 18. August, findet im Antikriegshaus Sievershausen wieder von 15.00 bis 18.00 Uhr ein offener Dorftreff statt. Bei geeignetem Wetter lädt auch das Außengelände ein: hier kann die Boule-Bahn bespielt werden, ebenso das im Rahmen seines Freiwilligendienstes von Ayanda Mbete verschönerte Freiluft-Schachspiel, und auch das Wikinger-Schachspiel steht dann zum vergnüglichen Zeitvertreib wieder zur Verfügung.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird ein Bücherflohmarkt des Vereins eröffnet: Da die Bibliothek des Vereins drastisch verkleinert werden musste,  sind nun viele interessante Bücher günstig abzugeben: ein großer Fundus aus Themenbereichen wie der Geschichte beider Weltkriege, Geschichte von Militarismus und Kriegsgeschehen, Friedensarbeit, Politik und Zeitgeschichte, Bildende Kunst, Biografien, Foto-Bildbände uvam wird in der Zeit des offenen Dorftreffs angeboten. „Nachdem wir mit Ayanda Mbete, der Ende August seine Heimreise nach Südafrika antritt, so gute Erfahrungen gemacht haben, werden wir ab Mitte September nun zwei internationale Freiwillige bei uns haben. Diese beiden jungen Männer aus Kolumbien  werden in einem sogenannten Wohnprojekt des Vereins wohnen. Hierfür brauchen wir entsprechend Platz und so wurde beschlossen, aus zwei Büchereiräumen des Vereins einen zu machen.“, erklärt Berndt Waltje, Vorsitzender des Antikriegshauses. 

„Der Verein möchte von dem Erlös aus den Bücherverkäufen neues Material für den Bereich der friedenspädagogischen Arbeit beschaffen, sodass sich wir uns über einen regen Bücherverkauf sehr freuen würden“, ergänzt Vereinspräsidentin Gisela Fähndrich.

Außerdem bietet das Antikriegshaus bis zum 7. September während der regulären Öffnungszeiten (dienstags und freitags in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr sowie an den übrigen Tagen nach Vereinbarung) an, seine Türen für an diesem Bücherflohmarkt Interessierte zu öffnen. Für einen Besuch an solchen Tagen wird um vorherige terminliche Absprache unter 05175 / 5738 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebeten.  – Der folgende Dorftreff am Samstag, 8. September bildet, wieder in der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr, gleichzeitig den Abschluss dieses Bücherflohmarktes.  

Hier ist der neue Programmflyer

mit den Veranstaltungen im Antikriegshaus im Herbst 2018. Die Reihe der Veranstaltungen beginnt mit dem Abend der Begegnung beim internationalen Workcamp am 9. August ab 18:30 h. Ende des Monats gibt es ein Kamingespräch mit dem SPD-Linken und Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Miersch. Mehr

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"Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!"

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus warnen vor Abschottung und Rassismus in der Asyldebatte

"Fassungslos schauen wir seit Wochen auf das politische Geschehen in diesem Land und in Europa. Ein symbolischer Konflikt um die Zurückweisung der über ein anderes Mitgliedsland der EU ankommenden Schutzsuchenden wird benutzt, um in unerträglicher historischer Vergessenheit eine 'konservative Revolution' voranzubringen." So beginnt die gemeinsame Erklärung von Jutta Weduwehn, Geschäftsführerin Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, und Dr. Christian Staffa, Sprecher der BAK K+R, zu den rassistischen Auswüchsen in der so genannten 'Asyldebatte' MEHR 

Abschied von Ludwig Baumann

Der langjährige Vorsitzende der „Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz“, Ludwig Baumann, ist tot. Der gebürtige Hamburger sei am Donnerstagmorgen im Alter von 96 Jahren gestorben, teilte ein Sprecher des Verbandes in Bremen mit, den Baumann zusammen mit
40 überlebenden Wehrmachtsdeserteuren 1990 gegründet hat, um eine Aufhebung der Unrechtsurteile gegen Deserteure und „Wehrkraft­zersetzer“ durchzusetzen sowie deren vollständige Rehabilitation zu erreichen. Baumann sei Herz, Motor und Stimme der Opfervereinigung gewesen. Sein unermüdliches Engagement habe zur gesellschaftlichen Anerkennung und 2002 zur gesetzlichen Rehabilitierung der Kriegsdienstverweigerer, Wehrkraftzersetzer und Deserteure der Wehrmacht geführt, heißt es in einem Nachruf.

Vor allem Baumann war es, der über Jahrzehnte trotz massivster Anfeindungen für die Rehabilitierung von Wehrmachtsdeserteuren und sogenannten Kriegsverrätern gekämpft hatte. Bereits 1994 bekam er den Sievershäuser Friedenspreis „Ermutigung“ für sein Engagement verliehen. 1995 folgte der Aachener Friedenspreis, 2007 der Kultur- und Friedenspreis der Bremer Villa Ichon.

Rund 30.000 Deserteure, Verweigerer und „Kriegsverräter“ wurden von der NS-Militärjustiz zum Tode verurteilt, etwa 20.000 hingerichtet. „Der Soldat kann sterben, der Deserteur muss sterben“, lautete Hitlers Weisung. Nach dem Krieg galten noch lange die Unrechtsurteile der NS-Militärjustiz. Der Bundestag hob sie erst 1998 auf. Vier Jahre später beschloss das Parlament dann die pauschale Rehabilitierung von Deserteuren. 2009 tilgten die Abgeordneten alle Urteile der NS-Militärjustiz gegen sogenannte Kriegsverräter. Als Verrat galten nach Auffassung der Nationalsozialisten bereits Kontakte von Soldaten zu Kriegsgefangenen, Hilfen für Juden oder kritische Äußerungen über den Krieg.

Baumann war der letzte Überlebende jener Initiatoren, die 1990 die Bundes­vereinigung Opfer der NS-Militärjustiz gegründet haben. Lebt gewaltfrei, lasst euch nicht für Kriege missbrauchen – das sind die Kernaussagen eines autobiografischen Buches über Baumann (Ludwig Baumann: Niemals gegen das Gewissen, Herder-Verlag 2014), das sich wie ein Vermächtnis liest. „Wir in diesem reichen Land mit unserer Geschichte sind aufgerufen zu gewaltfreiem Handeln, uns für Gerechtigkeit, für das Leben und für den Frieden einzusetzen“, sagt er darin.

Der aktuelle Newsletter des Antikriegshauses ist online

In diesem Newsletter, dem letzten vor den Sommerferien, beschäftigen wir uns mit Friedensgesprächen und Begegnungsorten, sei es in Nes Ammin oder in Sri Lanka, bei den Vereinten Nationen oder in der Landeskirche Hannovers. Überall tut es not, Begegnungsorte des Friedens, der Toleranz und der gleichberechtigten Gespräche zu schaffen, um endlich unsere gegenseitigen Vorurteile zu überwinden und die Grundlage dafür zu legen, was einmal Frieden sein kann.

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