Den neuen Newsletter des Antikriegshauses für April 2018 findet ihr

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Friedenspreis für hervorragende journalistische Arbeiten und Leistungen zum Thema Konflikt und Frieden ausgeschrieben

Ausschreibung der Sievershäuser Ermutigung 2018

Die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen schreibt zum fünfzehnten Mal den mit 5.000 Euro dotierten Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung aus. Die Sievershäuser Ermutigung 2018 soll für hervorragende journalistische Arbeiten und Leistungen zum Thema Konflikt und Frieden verliehen werden. Nominiert werden können sowohl Journalistinnen und Journalisten als Einzelpersonen oder Teams, Redaktionen als auch Medien aus dem In- und Ausland, die sich durch konkrete Beiträge und/oder ein besonderes journalistisches Profil im Bereich der Berichterstattung über Konflikte, Konfliktbearbeitung bzw. Friedensprozesse auszeichnen. Hierbei kann es sich um Beiträge handeln, die

  • unser Verständnis vorhandener Konflikte, Krisen und Kriege wesentlich befördern und uns oft vergessene Konflikte und Konfliktdimensionen in Erinnerung rufen,
  • die Chancen für Konfliktbearbeitung durch einen genauen Blick auf die konkreten Konfliktparteien, Streitgegenstände und -dynamiken zu erkennen helfen, oder aber
  • journalistisch seriös gelungene Beispiele friedlicher Konfliktbearbeitung recherchieren. mehr

Antikriegshaus Sievershausen wählt neuen Vorstand

Am Sonntag trafen sich 17 Mitglieder zur jährlichen Hauptversammlung des Antikriegshauses Sievershausen, um sich über die Arbeit vor Ort zu informieren, das Haushaltsergebnis 2017 abzunehmen und einen neuen Vorstand zu wählen. Das Friedenszentrum hat sich in den letzten Jahren zu einem nachgefragten Anbieter von friedenspädagogischen Workshops und Projekttagen entwickelt und beschäftigt zur Zeit mit Maik Bischoff und Angelika Schmidt zwei ausgebildete Kräfte in diesem Bereich. Es kooperiert hier - auch aufgrund seiner Geschichte - mit der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und wird von ihr als einer von mehreren Friedensorten in Niedersachsen angesehen. Internationale Workcamps während des Sommers, ein qualitativ gutes Veranstaltungs­programm im Antikriegshaus und die wieder im Dezember 2018 anstehende Verleihung des Friedenspreises Sievershäuser Ermutigung komplettieren das Programm, das ein ehrenamtlicher Vorstand zu verantworten hat.

   Am Sonntag wurde nach der erfolgten Entlastung des Vorstandes der langjährige Vorsitzende Elvin Hülser mit großem Dank verabschiedet. Er hat in den letzten 10 Jahren entscheidend daran mitgewirkt, nach dem Tod des Gründers Klaus Rauterberg die Arbeit des Vereins neu auszurichten und im ländlichen Umfeld von Sievershausen, aber auch bundesweit zu etablieren. Eventuell kann Elvin Hülser in Zukunft als bezahlte Fachkraft in der Friedensarbeit des Antikriegshauses weitere Impulse setzen.

Zu seinem Nachfolger wurde Berndt Waltje aus Uetze gewählt. Des weiteren gehören dem neuen Vorstand an: die Präsidentin Gisela Fähndrich, Hannelore Köhler und Jürgen Keuneke als stellvertretende Vorsitzende, Otto Dempwolff als Schriftführer und Armin Brandes als Schatzmeister. Hilmar Gottwald und Hanna Dallmeier sind für den Jugendaustausch und den Kirchenkreis dem Vorstand beigeordnet. Mit ihnen wird der Verein in den folgenden beiden Jahren die Friedensarbeit weiter ausbauen. Im Veranstaltungskalender sind für April schon zwei Veranstaltungen angekündigt: am 13.4. um 19.00 Uhr wird eine von Lehrter Schülerinnen und dem Internationalen Freiwilligen im Antikriegshaus erarbeitete Ausstellung zur Apartheidsgeschichte Südafrikas vorgestellt, und am 29.4. um 16.00 Uhr wird Rainer Stuhlmann über den christlichen Versöhnungsort Nes Ammim im Norden Israels berichten.

Seit Sonntag wehen vor dem Scheunenwandbild an der Oelerser Straße auch wieder die Friedenswimpel. Zur Bekräftigung sprach sich die Versammlung einstimmig für militärische Abrüstung und mehr Mittel für zivile Konfliktbearbeitung aus, um weltweit Spannungen abzubauen und Perspektiven für Entwicklung und soziale Sicherheit zu schaffen.

Schirmherrschaft entzogen

Wie aus einer Mitteilung in des Trägervereins der Friedensdekade in Bonn hervorgeht, ist der Dresdner Schauspieler und Kabarettist Uwe Steimle nicht mehr Schirmherr der diesjährigen Ökumenischen Friedensdekade. Nach heftiger Kritik von Initiativen gegen Rechtsextremismus habe sich der Leitungskreis entschieden, die jüngst erst beschlossene Zusammenarbeit wieder zu beenden. Kritiker*Innen werfen Steimle Antisemitismus sowie Nähe zur menschenfeindlichen Pegida-Bewegung vor. Steimle bestreitet diese Nähe jedoch. "Wir wussten, dass Uwe Steimle ein umstrittener Geist ist, doch erst durch den Protest von Partnern aus Sachsen ist uns deutlich geworden, wie politisch grenzüberschreitend Steimle in der der Region wahrgenommen wird", sagt Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, einer der Trägerorganisationen der alljährlich stattfindenden Ökumenischen Friedensdekade.

Mitgliederversammlung am Sonntag im Antikriegshaus

Am Sonntag, 18.3. um 15 startet die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen. Vorher wollen wir wieder 'Flagge zeigen' und am Mast "Frieden ist ein Menschenrecht" vor der Scheune von Jutta Herrmann die Symbole der internationalen Friedensbewegung aufziehen - sofern es das Wetter zulässt. Zur Einstimmung hier schon mal der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2017 als PDF.

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