Seminar mit u.a. Elvin Hülser („Populismus - die antidemokratische Versuchung“) und Maik Bischoff am 19./20. Januar 2018 im Stephanstift - Anmeldung noch möglich

Das Thema Populismus ist vielfach in der öffentlichen Diskussion. Besonders nach dem Einzug der AfD in den deutschen Bundestag als drittstärkste Partei ist deutlich, dass ein Umgang mit populistischen Standpunkten gefunden werden muss Ebenso fordern parteilich nicht gebundene rechts- oder linkspopulistische Positionen und Gruppierungen zum Handeln heraus.
Auch innerhalb der Kirche und innerhalb der christlichen Gemeinden muss damit umgegangen werden.. mehr

Hohe Auszeichnung:

Bundesverdienstkreuz für AMICA-Vorsitzende Dr. Gabriele Michel

Die Vorstandsvorsitzende von AMICA e.V., Frau Dr. Gabriele Michel, wurde am 4. Oktober im Schloss Bellevue von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Sie erhielt diese Ehrung für ihr langjähriges Engagement für Menschenrechte und ihren ehrenamtlichen Einsatz für psychosoziale Unterstützung von Frauen und Mädchen, die in Krisen- und Kriegsgebieten leben.

Ihr Ehrenamt führte sie in die Welt hinaus: Für AMICA e.V. bereiste Gabriele Michel Libyen, die besetzten palästinensischen Gebiete, Jordanien und Ägypten. Seit 1995 ist sie ehrenamtlich bei AMICA e.V. aktiv. 2009 wurde sie in den Vorstand gewählt, in dem sie seit 2013 den Vorsitz innehat. Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen erfolgt nach dem Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“, in vielen Ländern wurden Beratungsstellen für Frauen und Mädchen mit traumatischen Erfahrungen aufgebaut. Als Journalistin nutzt Gabriele Michel zudem ihre Kontakte zu den Medien, um beharrlich auf die oft schwierige Lage von Frauen in vielen Kriegs- und Krisenregionen hinzuweisen.

AMICA e.V. hat 2016 den Friedenspreis „Sievershäuser Ermutigung“ erhalten. Wir freuen uns, dass dieser Auszeichnung jetzt eine weitere gefolgt ist.

Martin Luther – Lob des Friedens und Anfälligkeit für Gewalt

Bericht zur Veranstaltung im Antikriegshaus

Nachdem Johann Christoph Emmelius im Juni über den Friedensfreund Erasmus von Rotterdam referiert hat, hat er sich nun Martin Luther gewidmet. Dabei hat er Luther eine gewisse Fremdheit unterstellt, ihn sogar als Ärgernis gesehen, was den Bereich Krieg und Frieden betrifft.

Luther hat durchaus den großen Wert des Friedens hervorgehoben. Der Alltag eines jeden Menschen ist dadurch bestimmt, man denke nur an das „täglich Brot“, das in Kriegszeiten eben nicht gewährleistet ist. Frieden ist nicht alles, sagt Luther, aber ohne Frieden ist alles nichts.

Luthers Theoriegebäude von den zwei Regierweisen führt ihn allerdings schnell zu Widersprüchen. Mehr .....

Impuls der AGDF-Vorsitzenden Christine Busch zum Reformationsjubiläum

Das Recht, nach der Wahrheit zu suchen

1524 begannen im süddeutschen Raum Aufstände gegen die Ausbeutung der Bauern, angeführt von Männern, die sich auf Martin Luther und seine Theologie beriefen. „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan“: diese Erkenntnis der Freiheit des Glaubens weckte in den Bauern vor allem den Wunsch nach Gerechtigkeit und persönlicher Freiheit. Sie forderten ein konkretes Reformprogramm, wie es z.B. 1525 in den Memminger Zwölf Artikeln ausgerufen und mit 25.000 Exemplaren im ganzen Land verbreitet wurde, darunter die Forderung nach freier Pfarrerwahl, nach Abschaffung der Leibeigenschaft, des Zehnten und der Frondienste, und nach Freigabe von Jagd und Fischerei. Martin Luther zeigte sich zunächst offen gegenüber den Forderungen der Bauern. Er kritisierte den Hochmut der Herrschenden, die sich nicht bewegen ließen, in einer Ermahnung zum Frieden. Mehr....

Sonntag, 22. Oktober, 16 Uhr

Lob es Friedens und Aufruf zum Krieg -
Zur politischen Seite im Wirken Martin Luthers

Vortrag von Dr. Johann Christoph Emmelius

Das Thema „Krieg und Frieden auf Erden“ war sicher nicht das wichtigste Thema für Luther. Aber er hat es auch keineswegs völlig vernachlässigt. Die Art und Weise seines Wirkens hat zudem Auswirkungen gehabt auf die gewaltsamen Konflikte im Europa nach der Reformation.

Zunächst wird Luthers grundlegende politische Theorie, seine Lehre von den „zwei Regimenten Gottes“, nachgezeichnet, anschließend an zeitgenössischen Konflikten aufgezeigt, wie Luther konkret Stellung nahm. Es wird dargestellt, dass Luther je nach den situativen Gegebenheiten ganz unterschiedliche, ja gegenteilige Akzente setzen konnte. In einem dritten Teil geht es um wiederkehrende Merkmale in Luthers Äußerungen, die hochgradig anfällig sind für Unfrieden und Gewalt.

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