Der aktuelle Newsletter des Antikriegshauses ist online

In diesem Newsletter, dem letzten vor den Sommerferien, beschäftigen wir uns mit Friedensgesprächen und Begegnungsorten, sei es in Nes Ammin oder in Sri Lanka, bei den Vereinten Nationen oder in der Landeskirche Hannovers. Überall tut es not, Begegnungsorte des Friedens, der Toleranz und der gleichberechtigten Gespräche zu schaffen, um endlich unsere gegenseitigen Vorurteile zu überwinden und die Grundlage dafür zu legen, was einmal Frieden sein kann.

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 Nächstes Näh-Café im Antikriegshaus am 7. Juli

Generationenübergreifend miteinander Spaß haben, kreativ sein und sich bei Bedarf und nach Möglichkeit gegenseitig unterstützen: Unter diesem Motto hatte das Antikriegshaus Sievershausen - ergänzend zum offenen Dorftreff - bereits zweimal im März zum Näh-Café eingeladen. Nach dem Erfolg der ersten Treffen u.a. mit dem Nähen von Figurenkissen soll nun ein weiteres Näh-Projekt am 7. Juni von 15.00 bis 18.00 Uhr unter dem Motto ‚Leseknochen und Sitzkissen‘ realisiert werden. Bei Getränken und Keksen bleibt bestimmt auch wieder genügend Zeit für Erfahrungs- und Ideenaustausch.

Dieses Angebot richtet sich an Ungeübte und Fortgeschrittene auch aus benachbarten Dörfern, Kinder ab 12 Jahre können in Begleitung Erwachsener hieran ebenfalls teilnehmen.

Es wird darum gebeten, falls möglich, eine eigene Nähmaschine sowie Material zum Nähen mitzubringen. Ein paar Nähmaschinen können – Dank Spenden – vor Ort zur Verfügung gestellt werden. Gegen eine kleine Spende kann auch vorhandenes Material genutzt werden.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Da nur eine begrenzte TN-Zahl möglich ist, wird um eine Anmeldung gebeten (hierfür wichtige Angaben: Name und Tel.-Nr. und ob eine Nähmaschine selber mitgebracht wird).

Bei Fragen und zwecks Anmeldung bitte im Büro des Antikriegshauses bei Angelika Schmidt melden: telefonisch unter 05175/5738  oder 0157-51959158 sowie unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Nes Ammim macht Hoffnung

Rainer Stuhlmann und sein Vortrag „Wir weigern uns, Feinde zu sein“ im Antikriegshaus

Der Pastor im Ruhestand und ehemalige Studienleiter des christlichen nordisraelischen Projektdorfes Nes Ammim war zu Gast im Nagelkreuzzentrum Sievershausen, um anlässlich des 40. Jahrestages des Attentates auf Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Nablus am 26. April 1978 über die Arbeit in Nes Ammim zu berichten. Konzipiert als Lernort für Christen im jüdischen Staat hat sich Nes Ammim zu einem Begegnungsort für jüdische und palästinensische Israelis entwickelt, an dem Versöhnungsbereitschaft und Verständigung eine Alternative zu Feindschaft und Ausgrenzung bieten. Während jüdische Familien ihre Kinder niemals in eine palästinensische Einrichtung schicken würden, arabische Familien ihre Kinder entsprechend keinem jüdischen Ort anvertrauen würden, bietet Nes Ammim einen gut beleumundeten ‚neutralen‘ Ort, an dem nicht nur junge Menschen Zeit miteinander verbringen und sich austauschen können.

Aber Rainer Stuhlmann, beließ es nicht bei der Schilderung der Aktivitäten in Nes Ammim, sondern lieferte einen neunzigminütigen Überblick über die alltäglichen politisch bedingten Probleme im Heiligen Land wie auch über die Hoffnung erweckenden Initiativen für den Frieden, seinen es die einmal mehr für den Friedensnobelpreis vorgeschlagenen ;Combattants for peace, ehemalige palästinensische und israelische Kämpfer, die den Weg beider Seiten zueinander an die Stelle der bewaffneten Konfrontation setzen und sich dabei den Anfeindungen der rechtradikalen jüdischen Parteien ausgesetzt sehen.  oder ‘, Die beeindruckendste Initiative dieser Art im heutigen Israel, die ‚Eltern für den Frieden, wo sich verwaiste Eltern und Familienangehörige beider Seiten zusammengetan haben, nehmen den Verlust ihrer Töchter und Söhne als Anlass für eine in die Zukunft gerichtete Abkehr von der gewalttätigen Auseinandersetzung.

Berührend auch die Haltung der Familie Nasser, alteingesessen auf einem Ölberg nahe Jerusalem, der mittlerweile von jüdischen Siedlungen eingekesselt ist. An dieser Stelle ist die Familie von den Behörden als ‚feindlich‘ eingestuft und darf keinerlei Bauten auf seinem Hof errichten. Gleichwohl erkennt Israel als Rechtsstaat seinen Besitztitel für das Land an, und die Familie lebt in Höhlen und errichtet das bekannt gewordene ‚Zelt der Nationen‘ auf ihrem Hügel, und sagt stolz: „Wir weigern uns, Feinde zu sein!“

Beeindruckt von den Ausführungen Rainer Stuhlmanns lud der Vorstand des Antikriegshauses spontan zu einer kleinen Spendensammlung unter den etwa 30 Zuhörenden ein und wird die Versöhnungsarbeit in Nes Ammim weiter aufmerksam verfolgen.

Wer mehr erfahren möchte, dem sei das Buch von Rainer Stuhlmann "Zwischen den Stühlen" (Neukirchener Kalenderverlag 2015, ISBN 978-3-7615-6179-9) unbedingt empfohlen.

Fortbildung für Interessierte an der Friedensarbeit in der Landeskirche Hannovers 

In der 2. Jahreshälfte 2018 (und im Januar 2019) werden an vier Orten Fortbildungen für die Friedensarbeit durchgeführt. Das Programm kann unter

„Frieden verORTEn" heruntergeladen werden.

Der Titel ist Programm. Es geht um sehr konkrete Friedensarbeit; die eigene Befähigung, Bildung und das Kennenlernen verschiedener Friedensorte und Ansätze in der Friedensarbeit.

Auf Grund weiterer Förderungen können wir die Fortbildung nach individueller Absprache nun fast kostenlos anbieten.

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