FARBEN DES KRIEGES FÜR DEN FRIEDEN

Vernissage zur Ausstellung am 18.9.
um 18 Uhr im Antikriegshaus

Ravo Ossman wurde in Shingal, Irak  geboren. 1992 schloß er sein Kunststudium in Mossul ab. Ab 2005 stellte er im Irak aus. 2009 immigrierte er nach Italien. Es folgten Ausstellungen in Rom, Venedig und Bozen sowie 2016 eine Gemeinschaftsausstellung im EU-Parlament in Brüssel.

Seit 2016 wohnt er in Hannover und zeigte eine erste Ausstellung in Deutschland.

Die meisten Arbeiten des Künstlers Ravo Ossman veranschaulichen die Bräuche, Traditionen und Leiden der Menschen der êzîdischen Religion im Nordirak. Seine frühen Werke zeichnen sich durch einen realistischen Stil, der Neigung zum Impressionismus aus, bei dem die Schönheit der Farben und das tägliche Leben, folkloristische Kostüme und traditionelle Anlässe zum Ausdruck gebracht werden. Mit dem Angriff des IS und dem Völkermord gegen die Êzîden im Nordirak veränderte sich sein Malstil hin zum Surrealismus. In seinen künstlerischen Arbeiten stellt er eindrucksvoll die Atmosphäre des Krieges und des Leidens der Menschen dar.

Beginn der Vernissage ist um 18 Uhr. Der Fernsehmoderator Yilmaz Pêskevin wird den Künstler vorstellen und mit ihm über seine Bilder sprechen (in kurdisch und deutsch).

Wegen der Corona-Beschränkungen wird die Veranstaltung vor dem Eingang des Antikriegshauses stattfinden.

Die Ausstellung ist bis zum 16.10. zu den normalen Öffnungszeiten (mo-fr 10 - 17 Uhr) des Antikriegshauses zu sehen. Besucher werden gebeten sich telefonisch (05175-5738) anzumelden.

Weiter Flüchtlinge aufnehmen, aber auch Fluchtursachen in den Blick nehmen

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Dienst für den Frieden

Fünf Jahre nach dem „Flüchtlingssommer“, fünf Jahre nach dem „Wir schaffen das!“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) die Bundesregierung aufgefordert, weitere Anstrengungen zur Aufnahme von Flüchtlingen zu unternehmen, gleichzeitig aber auch die Bekämpfung der Fluchtursachen stärker in den Blick zu nehmen.
„Deutschland hat seit 2015 viele Geflüchtete aufgenommen, das ist eine Erfolgsgeschichte“, betont Jan Gildemeister. Doch nach wie vor seien Millionen von Menschen auf der Flucht vor Gewalt, Krieg, Verfolgung, Hunger und Armut. „Diese dürfen nicht aus dem Blick verloren werden, sondern auch sie brauchen unsere Hilfe und Unterstützung“, macht der AGDF-Geschäftsführer deutlich. Vollständige PM

Der Weg der Erinnerung in Bergen-Belsen wird erneuert

Sommer- bzw. Corona-Pause? Nein, die AG Bergen-Belsen und Jugendliche der Kirchen-gemeinde in Bergen mit ihrer Diakonin
Sonja Winterhoff haben sich engagiert, berichtet Elke von Meding, Vorsitzende der AG Bergen-Belsen. "Von der Rampe bis zum ehemaligen Lagereingang gab es auf dem Radweg eine weiße Linie, die vor ein paar Jahren von mehreren Workcamps hergestellt wurde. Diese Linie war mittlerweile verblasst." Als in diesem Jahr die Jugendlichen nach einer sinnvollen Aufgabe suchten, schlug ihnen Elke von Meding die Erneuerung dieser weißen Linie vor. Das wurde gerne aufgegriffen und in den letzten Tagen das Projekt begonnen.

Am ersten Tag fand eine Einführung in das Thema mit Informationen zur Rampe und einer Führung in der Gedenkstätte durch Elke von Meding und Moritz Thies vom Anne-Frank-Haus in Oldau statt. Die wenigen Tage, die eingeplant waren, reichten nicht aus für den ganzen 5 km langen Weg, aber die Aktion soll fortgesetzt werden. In der Zwischenzeit wollen sie sich die Jugendlichen weiter mit dem Thema auseinandersetzen. Geplant sind Infotafeln mit Zeitzeugentexten an vier Stationen: 1. Rampe (Beginn des Weges), 2. im Dorf Belsen, wo manche Kolonnen in den "Mastenweg" abgebogen sind, 3. gegenüber den Kasernen und 4. am ehemaligen Lagereingang (Ende des Weges). Elke von Meding hat den Jugendlichen Text-Vorschläge gemacht, die sie nun diskutieren wollen. Die AG Bergen-Belsen will die Infotafeln finanzieren. Außerdem wird überlegt, wie der Weg z. B. mit digitalen Mitteln (QR-Codes) interessant gestalten könnten. 
"Wenn man die Fotos anschaut, denkt man: "Was mag den jungen Menschen wohl durch den Kopf gehen?" Ein außerschulischer Lernort - auch in Corona-Zeiten möglich," sagt Elke von Meding.

Zum Bericht in der "Celleschen Zeitung"

 

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