Liebe Freunde,
In den letzten Tagen des Jahres 2025 dominierten hier nicht Friedensinitiativen, sondern der Siedlungsausbau die Schlagzeilen. Das israelische Sicherheitskabinett genehmigte kürzlich 19 neue Siedlungen im besetzten Westjordanland. Dies ist Teil einer umfassenderen Initiative, die zu einem starken Anstieg der Siedlungszahlen geführt und von zahlreichen Ländern und internationalen Organisationen als Bedrohung für die Friedensperspektiven verurteilt wurde.
Gleichzeitig warnten palästinensische Behörden vor Plänen zum Bau Tausender weiterer Siedlerwohnungen im zentralen Westjordanland, auch in der Nähe von Jerusalem. Palästinensische Vertreter befürchten, dass diese Projekte palästinensische Gemeinden weiter isolieren und die Möglichkeiten für einen zusammenhängenden Staat in der Zukunft einschränken.
Dies ist keine abstrakte Politik; sie prägt den Alltag von Millionen Menschen – sie zersplittert das Territorium, verschärft die Enteignung und verschlimmert die Lage unserer Mitglieder vor Ort. Für Combatants for Peace bestärken diese Entwicklungen die Bedeutung unserer Arbeit: Die Ablehnung von Gewalt, der gemeinsame Kampf gegen Ungerechtigkeit und das kontinuierliche Engagement in allen Gemeinschaften sind keine optionalen Ideale, sondern in dieser Situation notwendige Strategien.
Wenn wir eine vorsichtige Prognose für 2026 wagen sollten, dann nicht, dass der Frieden plötzlich zum Greifen nah ist oder die Besatzung beendet sein wird. Das wäre unehrlich. Aber es könnte das Jahr sein, in dem mehr Menschen – hier wie im Ausland – aufhören, Stabilität mit Gerechtigkeit oder Sicherheit mit Schweigen zu verwechseln. Ein Jahr, in dem die Zivilgesellschaft, und nicht die formale Politik, weiterhin die moralische und strategische Agenda bestimmt. Ein Jahr, in dem gemeinsamer Kampf nicht länger als naiv, sondern als notwendig betrachtet wird.
Diese Ruhepause vor dem neuen Jahr ist kein Ende – sie ist ein Moment, der nach Kontinuität statt nach endgültigen Abschlüssen verlangt. Was als Nächstes kommt, wird nicht von Erklärungen oder Zeitplänen bestimmt, sondern davon, ob die Menschen bereit sind, sich auch dann zu engagieren, wenn die Arbeit langsam, unbequem und umstritten ist.
Mit dem Beginn des neuen Jahres werden die Kämpfer für den Frieden weiterhin auf mehr Dialog drängen, wo Schweigen gefördert wird, auf mehr Zusammenarbeit, wo Trennung erzwungen wird, und auf mehr Vertrauen über alle Grenzen hinweg, die die Macht zu verhärten sucht. Diese Arbeit erfordert langfristiges Engagement – füreinander, für den gemeinsamen Kampf und für den Glauben, dass Veränderung möglich ist, selbst wenn die Ergebnisse ungewiss sind. Wir gehen unseren Weg ohne Illusionen, aber mit Verantwortung – und mit der Unterstützung von Menschen, die bereit sind, durchzuhalten. Bitte erwägen Sie eine Spende zum Jahresende, um uns zu helfen, diese wichtige Arbeit im Jahr 2026 fortzusetzen.
Vom gesamten Team und der gesamten Bewegung: Ein frohes neues Jahr! Möge es ein Jahr des Mutes, der Solidarität und des Handelns werden.
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