Die für Sonntag, 26. Januar geplante Veranstaltung mit Dr. Jörg Osterloh muss leider krankheitsbedingt verschoben werden. Neuer Termin ist

Sonntag, 2. März, 16 Uhr

Zum Shoah-Gedenktag: Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes«.
Nationalsozialistische Kulturpolitik 1920-1945

 

Zum Shoah-Gedenktag 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee sollte es im Antikriegshaus in diesem Jahr am Sonntag, 26. Januar 2025 um 16 Uhr einen Vortrag mit dem Politikwissenschaftler Dr. Jörg Osterloh geben unter dem Titel »Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes«. Nationalsozialistische Kulturpolitik 1920-1945.

Dieser Termin muss leider krankheitsbedingt verschoben. Der Vortrag findet nun statt am Sonntag, 2. März um 16 Uhr.

Gewissermaßen mit dem Beginn ihres Auftritts auf der politischen Bühne forderte die NSDAP den Kampf gegen eine »zersetzende« Kunst und Literatur und den Ausschluss von Juden aus dem Journalistenberuf. Das grundsätzliche Ziel lautete: Alle Juden und alles »Jüdische« sollten aus dem deutschen Kulturleben entfernt werden.
Jörg Osterloh, wissenschaftlicher Mitarbeiter des renommierten Fritz-Bauer-Instituts, befasst sich in seinem Vortrag mit der Ausschaltung der Juden aus Kunst, Musik, Literatur, Theater und Film – von der Gründung der NSDAP bis zur Ermordung jüdischer Künstler im Holocaust. Er spannt den Bogen von der frühen antijüdischen Propaganda und den ersten Allianzen der NSDAP mit bürgerlich-konservativen Parteien in Stadträten bis zur Umsetzung der kulturpolitischen Ziele der NSDAP in der Regierungsverantwortung, zunächst ab 1930 auf Länder-, schließlich ab 1933 auf Reichsebene. Neben den Institutionen des NS-Staates gilt der Blick auch dem Jüdischen Kulturbund, der arbeitslosen jüdischen Künstlern Auftritts- und Verdienstmöglichkeiten und Darbietungen für ein jüdisches Publikum bot.

 

Jörg Osterloh, Dr. phil., geboren 1967, hat von 1988–1994 Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Hannover studiert und 2004 an der TU Dresden mit einer Arbeit über die »nationalsozialistische Judenverfolgung im Reichsgau Sudetenland 1938–1945« promoviert. «. Seit 2008 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main und Lehrbeauftragter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er kann mittlerweile auf eine lange Reihe von Buchveröffentlichungen zurückblicken, beispielsweise „Flick. Der Konzern, die Familie, die Macht“, „Das »Großdeutsche Reich« und die Juden. Nationalsozialistische Verfolgung in den »angegliederten« Gebieten“, „Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes“, „Nationalsozialistische Kulturpolitik 1920–1945“, „Euthanasie« und Holocaust. Kontinuitäten, Kausalitäten, Parallelitäten“, „Euthanasie«-Verbrechen im besetzten Europa. Zur Dimension des nationalsozialistischen Massenmords“

Der Eintritt zu den Veranstaltungen des Antikriegshauses ist frei. Es wird um rechtzeitiges Erscheinen gebeten.

 

 

 

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Sievershäuser Ermutigung 2024 geht an Combatants for Peace

Der von der Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen (Antikriegshaus Sievershausen) und der Stiftung Frieden ist ein Menschenrecht zum siebzehnten Mal ausgeschriebene und mit 5.000 Euro dotierte Friedenspreis Sievershäuser Ermutigung wird im Rahmen einer öffentlichen Feierstunde am 8. Dezember im Antikriegshaus an zwei Vertreter von Combatants for Peace verliehen. 

Zum Hintergrund der Sievershäuser Ermutigung

Die Sievershäuser Ermutigung wird seit 1988 im zweijährigen Rhythmus für beispielhafte Friedens- und Menschenrechtsarbeit verliehen. Die Verleihung findet jeweils in zeitlicher Nähe zum Tag der Menschenrechte (10. Dezember) statt. Die Ausschreibung erfolgt zu wechselnden thematischen Schwerpunkten. Im Jahr 2021 wurde das Projekt „Ferien vom Krieg – Dialoge über Grenzen hinweg“ des Komitees für Grundrechte und Demokratie e.V. für seine internationale Begegnungsarbeit mit jungen Menschen ausgezeichnet, 2018 wurde die Culture Counts Foundation für ihren Beitrag zu einem konstruktiven Friedensjournalismus, 2016 AMICA aus Freiburg für ihre Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen und 2014 das forumZFD für seine Arbeit in der zivilen Konfliktbearbeitung ausgezeichnet. Die Ermutigung soll die Preisträger in ihrer Arbeit bestärken und unterstützen, darüber hinaus Menschen Mut machen, sich für Frieden und Menschenrechte zu engagieren.

Der Verein Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e.V. besteht seit 1979 und betreibt in Sievershausen bei Hannover das Antikriegshaus als Veranstaltungs- und Ausstellungszentrum sowie die Antikriegswerkstatt als Seminarhaus mit Übernachtungsmöglichkeiten. Der Verein folgt einem umfassenden Verständnis von Friedensarbeit, das neben der Auseinandersetzung mit weltweiten Krisen und Konflikten auch Menschenrechtsthemen, ökologische Fragestellungen, Erinnerungsarbeit und Möglichkeiten gewaltfreier Konfliktbearbeitung im Nahbereich umfasst. Der Verein ist Mitgliedsorganisation der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V (AGDF) und gemeinsam mit der Kirchengemeinde St. Martin Sievershausen Mitglied der Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry sowie einer der Friedensorte innerhalb der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Die Stiftung Frieden ist ein Menschenrecht wurde 2014 ins Leben gerufen, um die Arbeit des Antikriegshauses perspektivisch zu sichern und zu intensivieren und weitergehende Aufgaben im Feld der Friedensarbeit zu unterstützen.

GEGEN DAS VERGESSEN - NEVER AGAIN IS NOW.
- Gedenkkundgebung zum Holocaustgedenktag -

Am internationalen Holocaustgedenktag erinnern wir an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. Für viele Gefangene des Konzentrationslagers ging der Naziterror allerdings noch einige Wochen weiter und auch mit dem Ende des zweiten Weltkriegs ist der Antisemitismus nicht verschwunden.
Das größte Massaker an jüdischen Menschen seit dem Ende der Shoah am 7. Oktober 2023 zog in Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt eine enorme Welle antisemitischen Hasses nach sich.
Im Zeichen des allgegenwärtigen Antisemitismus und der ganz aktuellen Ereignisse ist es umso wichtiger, immer wieder daran zu erinnern, wohin Antisemitismus führt.

Kommt deshalb um 16:30 Uhr zur Kundgebung am Holocaustmahnmal auf dem Opernplatz und lasst uns gemeinsam den Opfern der Shoah und des antisemitischen Terrors weltweit gedenken.

Die Veranstaltung ist organisiert vom Jungen Forum DIG Hannover. Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus vom 27.01.-10.02.

 

 

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28. Januar 2024, 18.00 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr)
 

In Auschwitz gab es keine Vögel.

KonzertLesung anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus

Bald wird es keine Überlebenden des Holocaust mehr geben – und wer erzählt dann? Können, dürfen wir, die wir die traumatischen Situationen, aus denen heraus die Überlebenden berichtet haben, nicht erfahren haben, eine Art stellvertretende Zeugenschaft übernehmen? Eine Verantwortung für die Vergangenheit?

Authentische Erinnerungen sind nicht zu ersetzen. Was wir aber tun können, ist, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass die persönlichen, körperlichen Erfahrungen des Todes in den Nazilagern nicht vergessen werden.

Der Kontrabassist Gregor Praml und die Autorin Monika Held haben bei gemeinsamen Auftritten erfahren, dass Text und Musik in der Lage sind, die Geschichte gemeinsam zu erzählen. Es ist die Geschichte des Wunsches, Erlebtes und Erlittenes weiterzugeben und des Kampfes gegen die Grenzen der Vorstellungskraft.

Gregor Praml kreiert mit seinem Instrument den gesamten Klangkosmos des Themas ‚Erinnern, um nicht zu vergessen‘. Dabei setzt er am Kontrabass Effektgeräte und eine LoopStation ein. Eine ungewöhnliche Art, dieses Instrument in Szene zu setzen.

Durch die KonzertLesung „In Auschwitz gab es keine Vögel“ ziehen sich die sehr persönlichen O-Töne eines Zeitzeugen, aus dessen Überlebensgeschichte der Roman „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ entstanden ist.

Karten: 13,- € / 8,- € (Azubis/Stud./Schül.)
Bitte nutzen Sie den Vorverkauf im Vereinsbüro.

Zugang: Salzgitter AG (Tor 1), Eisenhüttenstraße, 38239 SZ-Watenstedt

 

 

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Frieden lernen
und erleben

 

 Der Friedensort
Antikriegshaus Sievershausen 
ist ein anerkannter Friedensort
der 
Evangelisch-lutherischen
Landeskirche Hannovers